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Beerdigungen

Beerdigungen sind natürlich ein trauriger Anlass. Bedeutet es doch, dass wieder ein lieber Verwander, Freund, oder Nachbar von uns gegangen ist. 

Auch hier hat unser Ort althergebrachte Traditionen, die für zugezogene Mitbürger am Anfang erstaunlich sind.

Im Anschluss an die Trauerfeier auf dem Friedhof wird von den Familienmitgliedern des, oder der Verstorbenen, zum “Tröster” geladen. Das bedeutet Kaffee und Kuchen für die Trauergemeinde. Dies ist eigentlich eine ganz normale Vorgehensweise. Radmühl hat hier noch eine weiterführende Tradition. Die Ausführung des “Trösters” wird von den jeweiligen Nachbarsfrauen der Trauerfamilie durchgeführt. Sie decken die Tische, kochen Kaffee und bedienen auch die Trauergemeinde beim “Tröster”.

Die Männer aus der Nachbarschaft heben das Grab aus und schließen es auch wieder nach der Trauerfeier. Weiterhin sind sie als Sargträger tätig.

Das Ausheben und Schließen des Grabes wird in der Mehrzahl der Beerdigungen in der Zwischenzeit nicht mehr von den Nachbarn durchgeführt. Der Grund ist der große Aufwand, denn bei einem solchen Anlass kann man sich die Bodenverhältnisse nicht aussuchen. Gerade gefrorener Boden ist das beste Beispiel. Die Funktion der Nachbarn als Sargträger ist weiterhin üblich und wird es auch auf unbestimmte Zeit noch sein.

Vergessen darf man an dieser Stelle nicht die “Radmühler Strickfrauen” die bei der Trauerfeier mit ihrem Gesang die Trauerfeier unterstützen.